Sehenswertes

Die Maria-Hilf-Kapelle

Im Jahr 1874 reisten die in der USA ausgewanderten Brüder Georg und Johann Altmaier von Philadelphia in ihr Heimatdorf Balzfeld. Da sie in Amerika zu einigem Vermögen gekommen waren, gedachten sie, auf einem auf einer Anhöhe an der heutigen Umgehungsstraße gelegenen und ihrem Bruder Joseph gehörenden Acker eine Kapelle zum Andenken an ihre Eltern errichten zu lassen. 1875 genehmigte das Ordinariat in Freiburg den Bau der Kapelle, die 1881 noch eine Glocke erhielt. Seit 1915 las der aus Amerika zurückgekehrte Franziskanerpater Guido Epp für einige Jahre wochentags die heilige Messe in der Kapelle.


Die Pfarrkirche Heilig-Kreuz


Nach dem Abbruch der alten Pfarrkirche, die einschließlich der Grundmauern abgetragen wurde, sollte die Kirche von Grund auf neu erbaut werden. Nach Pfingsten, nahm Pfarrer Göpferich die Grundsteinlegung vor. Der barocke Kirchenbau machte schnelle Fortschritte, so daß Baumeister Stahl schon bald die Fertigstellung der Mauern des 17,40 Meter langen und 11,40 Meter breiten Langhauses registrieren konnte. Der Bruchsaler Zimmermeister Joseph Eberle wurde mit der Errichtung des Dachstuhls aus dem von der Gemeinde in Fron herbeigeschafften Holz beauftragt. Im Januar 1763 berichtet Pfarrer Göpferich nach Bruchsal, daß die Handwerker nächstens fertig werden.

Das Ludwig-Englert-Haus

Pfarrer Ludwig Englert (1952-1982 Pfarrer in Balzfeld) lag die Jugendarbeit besonders am Herzen. Auf dem Platz, der bei Kriegsende abgebrannten Pfarrscheuer ließ er 1953 ein Jugendheim errichten, das sich bald zum Treffpunkt der Dorfjugend entwickelte. Als Ludwig Englert 1982 überraschend verstarb, schickten die Kirchenbehörden Kaplan Pummer aus Wiesloch zur Aushilfe nach Balzfeld. Als der besonders wegen seiner Jugendarbeit geliebte Kaplan 1983 wieder abgezogen werden sollte, erhob sich unter einem Teil der Gemeindemitglieder ein wahrer Proteststurm. Obwohl die Pfarrstelle noch gar nicht ausgeschrieben war, verlangte man von den Kirchenbehörden, Pummer als neuen Ortsgeistlichen einzusetzen. Die Kirchenleitung ließ sich jedoch trotz aller Proteste nicht umstimmen und bestellte Reinhard Schacht (Amtszeit 1983-1994) zum neuen Pfarrer für Balzfeld und Horrenberg. Schacht ließ das Jugendheim mit finanzieller Beteiligung der politischen Gemeinde für 1,7 Millionen Mark zu einem modernen Mehrzweckgebäude, mit namen Ludwig-Englert-Haus, erweitern. Im Jahr 1994 trat Rudolf Grammetbauer die Nachfolge von Reinhard Schacht an.

Das alte Schulhaus

Im März 1946 beschloß der Gemeinderat den Wiederaufbau des zerstörten Schulhauses. Nach einem Entwurf, des Wieslocher Architekten Fischer sollte auf den Grundmauern des abzureißenden Gebäudes für 91000 Mark ein Neubau entstehen. Im August 1947 traf endlich die Baugenehmigung ein, doch kam das Projekt auf Grund der schlechten wirtschaftlichen Lage und wegen des kaum zu erhaltenden Baumaterials vorläufig nicht zur Ausführung. So mietete die Gemeindeverwaltung für die Balzfelder Schule von September 1948 bis April 1950 den Fabriksaal der ehemaligen Zigarrenfabrik Eichstädter/Kruse an. Erst nach der 1949 erfolgten Zusage über einen Staatszuschuß in Höhe von 45000 Mark konnte mit dem Bau des Schulhauses begonnen werden. Am 10. April 1950 weihte die Gemeinde ihr neues Schulhaus ein, so daß die Schulraumnot in Balzfeld endlich der Vergangenheit angehörte. Nach der Auflösung der Balzfelder Schule im Jahr 1973 stand das Gebäude leer oder wurde an Industrieunternehmen vermietet. 1989 verkaufte die Gemeinde das Schulhaus an einen privaten Interessenten.

Die Steinzeitlichen Hügelgräber bei Balzfeld

Fast unmittelbar an der Gemarkungsgrenze zu Eschelbach befinden sich im Forstdistrikt Großer Wald drei steinzeitliche Grabhügel. Sie waren der Bevölkerung von Balzfeld und der näheren Umgebung schon seit Jahrhunderten als sogenannte Römerhügel bekann. Nach mündlicher Überlieferung sollten unter den Grabhügeln römische Legionäre bestattet worden sein. Noch vor 200 Jahren hielt der Pfarrer von Mühlhausen im Rahmen einer Prozession einen jährlichen Gottesdienst bei den Grabhügeln ab.

Hier noch ein paar Bilder vom Balzfelder Waldhäusel

 

 

 

 

Natürlich dürfen hier unsere wunderschönen Feldkreuze nicht fehlen!

   Oberhalb vom Friedhof

 

Am Steinwäldchen (Richtung Horrenberg)

   Hofäcker (Richtung Tairnbach)

 

Am „Eichholzwald“

   Vor dem Haus von Ferdinand Blum

 

Gegenüber vom Ludwig-Englert-Haus

   Oberhalb Firma Dumbeck

 

Alte Straße nach Hoffenheim

   Auf dem Eschelbacher Berg

 

Neben Schlosserei Hillenbrand

 

Rechts am Tierpark vorbei, am „Großen Wald“.